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Blick hinter die "Adventstür" der Anlaufstelle in Bern

Die Berner Zeitung hat im Dezember 2018 in ihrer Advents-Rubrik hinter 24 Berner Türen geblickt. Die Tageszeitung schaute dabei auch bei CONTACT Anlaufstelle Bern vorbei.

CONTACT Anlaufstelle Bern an der Hodlerstrasse

Die älteste Anlaufstelle der Welt

„Eine bleiche Fassade eingeklemmt zwischen Lorrainebrücke und Hodlerstrasse.“ So beschrieb der BZ-Journalist im Dezember die Berner Anlaufstelle der Stiftung CONTACT, die sich hinter der 13. Adventstür der Berner Zeitung versteckt hatte. Doch nur wenige Minuten später stellte derselbe Journalist fest, dass sich hinter dem unspektakulären Ort eine einzigartige und historische Idee verbirgt. Konkret: Die Sucht ist eine Krankheit und kein krimineller Akt. Dieser Ansatz stand Ende der 1980er-Jahre am Anfang einer Wende in der Schweizer Drogenpolitik. Davor setzte der Staat beim zunehmenden Konsum von illegalen Drogen einzig auf die Repression. Mittlerweile ist die Schadensminderung nebst Prävention, Therapie und eben Repression ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Drogenpolitik.

Bern übernahm damals in diesem Bereich eine Pionier-Funktion, als 1986 an der Münstergasse die allererste Anlaufstelle weltweit eröffnet wurde. Durch den Spritzenumtausch konnten das HI-Virus und andere Infektionen eingedämmt werden. Zudem sorgte das Angebot für eine Entlastung des öffentlichen Raums. Die offenen Drogenszenen auf der Münsterplattform und Kleinen Schanze sowie im Kocherpark verschwanden.

Die Anlaufstelle hat sich stark entwickelt

Bubi Rufener, Leiter CONTACT Anlaufstelle Bern, bekam die ganze Entwicklung aus nächster Nähe mit. Der 50-Jährige arbeitete bereits vor 23 Jahren in der Anlaufstelle und gab sauberes Spritzenmaterial heraus. Mittlerweile hat sich viel getan. Die Anlaufstelle ist 1998 an die Hodlerstrasse gezogen. Der Umtausch und Verkauf von Spritzen und anderem sterilem Material ist nicht die einzige Dienstleistung der CONTACT Anlaufstelle geblieben. Eine Cafeteria mit billigen Menüs und Getränken, eine Dusche und eine Kleiderbörse sollen die Lebenssituation der konsumierenden Personen verbessern. Ein Aufenthaltsraum mit „Töggelikasten“ fordert den Zusammenhalt. Im Konsumraum dürfen selbst mitgebrachte Substanzen mit sauberem Material und unter Beaufsichtigung konsumiert werden.

Der Eintritt in die Kontakt- und Anlaufstelle unterliege aber strengen Regeln, erklärte Rufener dem Journalisten der Berner Zeitung. Nur wer im Kanton wohne, volljährig sei und zweimal jährlich zum Standortgespräch erscheine, erhalte Zutritt. Zudem seien Erstkonsum und Deals in den Räumlichkeiten strengstens untersagt, so Rufener.

 

Lesen Sie den ganzen Advents-Artikel:

13.12.2018, Berner Zeitung: Ein Schuss, dann Spaghetti für 5 Franken

 

Erfahren Sie mehr über das CONTACT-Angebot Anlaufstelle:

CONTACT Anlaufstelle auf contact-suchthilfe.ch

 

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