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50 Jahre CONTACT

50 Jahre CONTACT

Die Stiftung CONTACT blickt auf 50 Jahre innovative Suchtarbeit zurück.

Die CONTACT-Geschichte seit 1973

Die Geschichte von CONTACT ist eng mit der Drogen- und Sozialpolitik sowie verschiedenen Akteuren verbunden. Um Beteiligte zu respektieren und zu schützen, wird die Geschichte aus der Perspektive von CONTACT erzählt.

Fünf filmische Episoden skizzieren 50 Jahre Einsatz von CONTACT in der Suchthilfe. Die Episoden sind chronologisch geordnet, orientieren sich aber nicht an exakten Jahreszahlen oder Jahrzehnten. Vielmehr geht es darum, exemplarische Entwicklungen festzuhalten.

Episode 1

Die Jugend- und Elternberatungsstelle CONTACT öffnet 1973 an der Brunngasshalde in Bern. Sie wird von der Fürsorge- und Gesundheitsdirektion der Stadt Bern betrieben.

Ein Schuss Heroin wird für 4 Franken verdealt. Speed bekommt man bis 1975 legal in jeder Apotheke.

Neben Beratungsangeboten entstehen im Kanton Bern auch geschützte Arbeitsplätze und Wohnangebote für Rauschgiftsüchtige.

Episode 2

Der „Spiegel“ prognostiziert 1983, dass die Zahl der Aidskranken dramatisch ansteigen wird.

CONTACT ist jetzt eine Stiftung und nicht mehr Teil der Fürsorge- und Gesundheitsdirektion. Sonst hätte es die erste Anlaufstelle an der Münstergasse so wohl nicht gegeben.

In Bern, in einer der reichsten Städte, in einem der reichsten Länder der Welt, sterben Menschen keine 200 Meter vom Parlament entfernt.

Episode 3

Die Szene ist jetzt im Kocherpark. Bis zu 600 Menschen in einem kleinen Park, bald einem Schlachtfeld gleicht.

Als erstes Land der Welt gibt die Schweiz ab 1993 Heroin an Schwerstsüchtige ab. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast stolz drauf sein.

Die Herausforderung Schadensminderung wird mit den Partydrogen bunt. CONTACT bietet erste Drug Checkings bei Raves und Parties an.

Episode 4

Sechs Suchthilfeorganisationen im Kanton Bern organisieren sich im CONTACT Netz, erst als Verein, 2004 als Stiftung. CONTACT tritt als Einheit auf und verhandelt den Leistungsvertrag mit dem Kanton.

Die Drogenabhängigen verschwinden von der Strasse. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Suchthilfe sinkt.

Freizeit und Mischkonsum sind immer mehr Thema. CONTACT ist mit «Rave it safe» seit 2008 im Nachtleben präsent.

Episode 5

Der Kanton entscheidet, dass die Stiftung CONTACT nur noch für die Schadensminderung zuständig ist.

Früher war CONTACT deutlich wilder aufgestellt. Heute haben alle eine fundierte Ausbildung und weniger revolutionäre Motive. Aber eins ist geblieben: etwas zu tun, das Sinn macht!

In den Anlaufstellen ist fast ein Drittel der Klientinnen und Klienten über 50. Viele von ihnen haben wohl nur dank CONTACT überlebt.

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