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Baum am CONTACT-Haus fertig

Sanierung des Wandgemäldes im Berner Monbijou: Der Baum wächst erneuert am CONTACT-Haus hinauf – das Wandbild ist fertiggestellt.

Der Berner Grafiker und Künstler Paul Stämpfli zeigt, wie das Raster ihm Orientierung beim Malen bietet.

Baum am CONTACT-Haus fertig gemalt

31 Jahre ist es her, seit der Berner Grafiker und Künstler Paul Stämpfli die Brandmauer am roten CONTACT-Haus im Monbijou mit einem 14 Meter hohen Baum verzierte. Im Zuge der diesjährigen Fassadenrenovation liess CONTACT das Wandbild an der südlichen Aussenmauer erneuern. Ab Mitte August malte Paul Stämpfli das Bild zum zweiten Mal in seinem Leben auf die Fassade. Nun ist das eindrucksvolle Gemälde am Gebäude von CONTACT, Stiftung für Suchthilfe, fertiggestellt – der Baum am CONTACT-Haus ist fertig gemalt . Am 5. / 6. November wurde das Gerüst komplett abgebaut, und seit heute ist das erneuerte Wandgemälde vollständig sichtbar.

„Es ist nochmal komplett neu“, antwortet Paul Stämpfli auf die Frage, wie sich die Arbeit am neuen alten Wandbild für ihn anfühlte. Er freute sich und sei gespannt gewesen, wie dieser „Blindflug ohne Überprüfungspunkt“ herauskomme. Als das originale Wandbild entstand, war dort, wo heute die Titanic steht, noch das riesige „Emch-Loch“. Damals hatte der Künstler die Möglichkeit, die Tiefenwirkung des Bildes von der anderen Strassenseite aus zu überprüfen – heute geht das nicht mehr.

Als Hilfsmittel zur Orientierung nutzte Stämpfli lediglich ein Raster von ein mal ein Meter. Anhand dieses Rasters übertrug er die Aussenlinien des Baums auf die Wand. „Alles andere war ausprobieren.“ Trotzdem sei er sicherer vorgegangen als vor dreissig Jahren. Er verdünnte die Acrylfarbe weniger stark und testete die diversen Pinsel, die zum Malen der verschiedenen Flächen infrage kamen, gleich an der Wand selbst. Weiter merkte er sich einige Stellen vor, die er verbessern wollte – zentral die Blätter auf dem Dach. Nun ist der Baum am CONTACT-Haus fertig gemalt. Selbstverständlich gibt es auch einige Neuerungen im Sujet, unter anderem zieren neu ein Kleiber, eine Mauereidechse und „Emch-Löchlein“ die Brandschutzmauer.

Ein Abbild der unmittelbaren Umgebung

Das Wandbild zeigt auf 14 Metern Höhe und elf Metern Breite eine Sommerlinde. Eine Sommerlinde deshalb, weil in unmittelbarer Umgebung – zum Beispiel auf der gegenüberliegenden Strassenseite – gleich mehrere solcher Bäume anzutreffen sind. Die beliebten Alleebäume wachsen schnell, sind widerstandfähig und können eine Höhe von über 40 Metern erreichen. Die Jungbäume auf der anderen Strassenseite sind jedoch noch wesentlich kleiner. Obwohl das gemalte Exemplar also um einiges grösser ist als die realen Pendants vis-a-vis, bleibt die illusionistische Illustration im Rahmen natürlicher Gegebenheiten.

Und nicht nur die Wahl der Baumart nimmt Bezug auf die Umgebung. Nein, auch die Backsteine, die unter dem abbröckelnden Verputz gemalt zum Vorschein kommen, haben ein reales Vorbild – das Backsteinmauerwerk, aus dem die Mauer effektiv besteht. Real sichtbar ist die Backsteinmauer allerdings nur bei CONTACT take a way hinter dem Tresen. „Backstein ist nicht gleich Backstein. Als Vorbild für Farbe und Muster diente mir die Mauer im Take-away“, erzählt Paul Stämpfli.

Die Idee hinter dem Baum

Die naturalistische Wandmalerei am roten Haus im Monbijou zeigt seit 31 Jahren einen Baum. Die Überlegung, ob anstelle des Baumes nun ein anderes Motiv an diesen Ort passen könnte, machte sich Paul Stämpfli gar nie. „Für mich war von Anfang an klar, dass hier nichts anderes hingehört – der Baum gehört zu CONTACT und zum Monbijou.“ Zudem sei die Symbolik hinter dem Baummotiv nach wie vor passend, um die Arbeit von CONTACT zu umschreiben. Es ist ein Lebensbaum, der nicht geradlinig in die Höhe wächst – ein Baum, der an mehreren Stellen Wände durchbrechen muss, um weiterwachsen zu können.

Einerseits steht der Baum sinnbildlich für die Leben von Klientinnen und Klienten von CONTACT, die von vielfachen Herausforderungen geprägt sind. Andererseits zeigt der Baum die Arbeit der Stiftung CONTACT selbst. Rahmenbedingungen im Bereich der Schadensminderung ändern sich stetig und – wie der Baum – sucht auch CONTACT kontinuierlich nach neuen Wegen, um innovative und niederschwellige Angebote zu erbringen, die für Individuum und Gesellschaft Risiken und Schäden infolge von Suchtmittelkonsum mindern.

 

Mehr Informationen zum Wandgemälde:

Baum am CONTACT-Haus

Mehr Informationen zum Take-away, wo die Backsteinmauer sichtbar ist:

CONTACT take a way

 

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